Grüne Tipps: Grüne Tipps im August 2020

Einleitung

August 2020 So schön: Viele Blumenarten blühen gleichzeitig, die Auswahl an Gemüse und würzigen Kräutern ist reichhaltig und diverse Früchte verführen zum Naschen.

Längst eingebürgert, die Sonnenblume aus Amerika

Pflegearbeiten an Zierpflanzen nach oben

Das Ausputzen verwelkter Blüten ist immer eine richtige Maßnahme, wenn Sie keine Samen ernten wollen. Einige Stauden reagieren darauf sogar mit einer Nachblüte: Hohe Flammenblume (Phlox paniculata), Kokardenblume (Gaillardia x grandiflora), Mädchenauge (Coreopsis ssp.), Sommermargerite (Leucanthemum x superbum) und Spornblume (Centranthus ruber).

Auch beim Lavendel entfernen Sie jetzt das Verblühte. Der Hauptschnitt erfolgte bereits im Frühjahr, dann wird der Strauch um die Hälfte eingekürzt. Niedrige Stauden behalten ihre kompakte Form, wenn sie jetzt zurückgeschnitten werden. Dazu zählen Ehrenpreis (Veronica spp.), Günsel (Ajuga reptans), Steinkraut (Alyssum saxatile), Federnelken (Dianthus plumarius) und viele niedrig wachsende Sedumarten wie Gartenfettblatt (Sedum floriferum) oder Coloradofettblatt (Sedum spathulifolium). Mit der Heckenschere ist die Arbeit schnell erledigt.

Wenn Sie den Wurzelstock blühfauler Schwertlilien (Iris x barbata) teilen, erhält die Pflanze ihre Jugend und damit die Blühfreude zurück. Schwertlilien mögen sonnige, warme Standorte in durchlässigen Böden. Die Rhizome werden so flach in die Erde gesetzt, dass ein Teil sichtbar bleibt. Eine Portion Komposterde beschleunigt das Anwachsen und fördert die Entwicklung. Grundsätzlich können Sie alle Stauden, deren Blütezeit jetzt beendet ist, umpflanzen oder durch Teilung verjüngen und vermehren.

Wenn der Zierrasen in Trockenphasen grün bleiben soll, muss er bewässert werden – am besten mit dem Rasensprenger. Kontrollieren Sie die Wassermenge mit einem Regenmesser. Es müssen wöchentlich mindestens 15 l Wasser je m² Rasen gegeben werden. Wem das zu viel ist, der sollte ganz und gar aufs Wässern verzichten. Denn nach der nächsten Regenperiode wird auch ein vertrockneter Rasen erneut grün austreiben.

Dahlien – vor etwa 200 Jahren aus Mexiko eingereist

Blumensamen selber sammeln macht Freude. Saatgut gibt es jetzt in Hülle und Fülle. Sammeln Sie die reifen Fruchtstände noch bevor sie aufplatzen. Nach dem Trocknen und Reinigen werden die Samen in kleine Tüten verpackt und anschließend sowohl trocken als auch kühl für die Aussaat im nächsten Jahr verwahrt. Bewährte Sammelobjekte sind: Bechermalve (Lavatera trimestris), Edelwicke (Lathyrus odoratus), Jungfer im Grünen (Nigela damascena), Mohn (Papaver spp.), Ringelblume (Calendula officinalis), Rittersporn (Delphinium Hybriden) und Stockrose (Alcea rosea).

Ein hoher Algenbesatz im Gartenteich ist ein Hinweis auf schlechte Wasserqualität. Mögliche Ursachen können Nährstoffanreicherung durch Fischfutter, ein zu starker Fischbesatz oder erosionsbedingte Einträge aus dem Garten sein. Auch ein hoher pH-Wert sowie eine hohe Wassertemperatur durch fehlenden Schatten führen zu verstärktem Algenwuchs. Algen sind nicht nur ein optisches Problem, sie reduzieren auch den Sauerstoffgehalt auf ein schädliches Maß. Überprüfen Sie die Wasserqualität regelmäßig, um frühzeitig regulierend eingreifen zu können.

Rund ums Obst nach oben

Bei einmaltragenden Erdbeersorten lässt nach zwei bis drei Jahren der Ertrag stark nach, so dass neu gepflanzt werden muss. Für eine Neupflanzung ist bis Ende August Zeit. Erdbeeren lieben einen sonnigen Standort und humusreiche Erde.

Auf schweren, nur langsam abtrocknenden Böden ist es zweckmäßig, Erdbeeren auf etwa 20 cm hohen Dämmen zu pflanzen. Erdbeeren sind mit sich selbst unverträglich. Es müssen mindestens drei Jahre vergehen, bevor erneut Erd beeren an derselben Stelle angebaut werden können. Für einen guten Start sorgt das Anreichern des Bodens vor dem Pflanzen mit Komposterde oder verrottetem Rinderdung. Selbstverständlich können Sie eigene Ableger pflanzen. Es lohnt sich aber, zertifizierte Jungpflanzen, die sortenecht sind und deren Gesundheitszustand kontrolliert wurde, zu kaufen. Damit die Setzlinge möglichst viele Wurzeln bilden, dürfen sie nicht unter Trockenheit leiden. Gießen Sie reichlich, denn je stärker die Jungpflanzen einwurzeln, desto reichhaltiger wird die Ernte im nächsten Jahr sein.

Zur Pflege des Spalierobstes gehört das Anbinden der gewachsenen Gerüstäste und das Kürzen der Jungtriebe auf zwei bis drei Laubblätter. Daraus wird im nächsten Jahr Fruchtholz entstehen.

Die Ruten der Tafeltrauben schneiden Sie 30 bis 50 cm hinter den Trauben ab. Kurze und dicht stehende Triebe sowie überzählige Trauben (oft ist eine genug) und Blätter, die die Trauben beschatten, werden entfernt.

Lichten Sie die Kiwis aus, indem Sie ausschließlich die beblätterten Ranken auf 50 cm Länge kürzen. Diese Triebe können im nächsten Jahr zu Fruchtholz werden.

An den im Sommer tragenden Himbeeren werden alle abgeernteten Ruten dicht über dem Boden abgeschnitten, damit sich die nachwachsenden Ruten ungestört entwickeln können.

Spätestens jetzt sollen die jungen Ruten der Brombeeren, die im nächsten Jahr Früchte tragen, aufgebunden, sowie die Geiz- oder Seitentriebe auf 10 cm Länge gestutzt werden. Die überzähligen Jungruten werden bodennah abgeschnitten.

Neben den Gartenfrüchten reift auch Wildobst heran, das sich hervorragend zur Herstellung von Marmeladen und Säften eignet. Reich an Vitamin C sind die Hagebutten der Apfelrose (Rosa rugosa) und die der Hundsrose (R. canina) sowie die Früchte der Kornelkirsche (Cornus mas), Zierquitte (Chaenomeles japonica) und des Sanddorns (Hippophae rhamnoides). Zu dem begehrten Wildobst zählen auch Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), der erst durchs Kochen genießbar wird, sowie die Felsenbirne (Amelanchia ovalis). Verarbeiten Sie Wildobst möglichst gleich nach dem Pflücken, weil es schnell wertvolle Inhaltsstoffe verliert.

Gemüse pflanzen nach oben

Abgeerntete Beete sollten unverzüglich neu bestellt werden, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Der nackten Erde fehlt die schützende Vegetation: Nährstoffe werden mit dem Regen ausgewaschen, die Bodenorganismen sind stärker den Witterungseinflüssen ausgesetzt und die Bodenkrume wird hart und verkrustet.

Letzter Pflanztermin für Grünkohl ist Anfang August. Etwas später können noch Chinakohl, Kopf-, Eisberg- und Romanasalat, Kohlrabi, Radicchio, Winterendivien und Winterwirsing gesetzt werden. Wenn Erntelücken entstehen, lassen sie sich mit schnellwüchsigen Pflanzen rasch wieder schließen. Bewährt hat sich Feldsalat. Die Pflanzen können in Multitopfplatten herangezogen und auch dort als schnell verfügbarer Vorrat gehalten werden. Für Aussaaten von Radieschen und Rettich ist ebenfalls noch Zeit.

Frühlingszwiebeln sollten Sie bis Mitte des Monats aussäen, damit sie noch ausreichend Masse bilden, um den Winter zu überstehen. Im Frühjahr liefern sie dann zartes Grün. Karotten wachsen schneller. Diese können Sie bei gleichem Aussaattermin zur Weihnachtszeit ernten.

Zeit wird es auch, sich um die Salaternte im Winter zu kümmern. Die klassische Winterkultur ist Feldsalat. Im August gesät, ist er im Oktober erntereif, bei der Aussaat im September ab Februar (mehr dazu Feldsalat für die Herbsternte). Ebenfalls frostfest bis –15 °C ist Winterportulak, auch Winterpostelein genannt, der von August bis September ausgesät werden kann. Da dieser Salat gut nachwächst, sind von November bis März bis zu vier Ernten möglich. Auch Asiasalat ist winterfest und kann jetzt oder im September gesät werden. Dieser würzige Salat ist erntereif, wenn die Blätter eine Länge von 6 bis 12 cm erreicht haben.

Als Wintersalate eignen sich auch Pflücksalate wie ‘Lollo rossa’, ‘Lollo bionda’ und ‘Eichblattsalat’, sowie Batavia Salt und Gartenkresse. Diese Salate mögen keine Feuchtigkeit und müssen vor Niederschlägen geschützt in einem Frühbeetkasten oder unbeheizten Gewächshaus kultiviert werden. Die vorgezogenen Jungpflanzen können Sie im September oder Oktober auspflanzen.

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