Ab in den TeichSeite 3

Einleitung

Juni 2017

Das A und O der Pflanzenauswahl nach oben

Bepflanzung und Ufergestaltung müssen gut durchdacht sein, damit der Gartenteich im Gleichgewicht ist. Außerdem soll er ja eindrucksvoll aussehen. Für jede Wassertiefe gibt es das geeignete Gewächs, und die Pflanzen sorgen durch den Verbrauch von Nährstoffen für ein klares Gewässer. Der Landschaftsgärtner beginnt mit der Gestaltung daher immer in der Mitte des Teichs. Etappenweise arbeitet er sich dann nach außen vor.

Eine besonders beliebte Teichpflanze ist die Seerose. Der Grund für diese Beliebtheit liegt auf der Hand: Ihre prachtvollen Blüten geben dem Gewässer ein elegantes Aussehen. Welche Sorte geeignet ist, hängt stark von der Wassertiefe ab: Zu tief gesetzte Pflanzen erreichen die Wasseroberfläche nicht; zu flach stehende Seerosen bilden viele Blätter, aber kaum Blüten. Die meisten Arten brauchen einen Abstand von 50 bis 80 cm zwischen ihrer Basis und der Oberfläche. Es gibt aber auch kleine Sorten, die 30 bis 40 cm bevorzugen. Besonders imposante Seerosen gedeihen in Tiefen von mehr als einem Meter.

Auch die Wuchsstärke ist entscheidend: Durch das Anpflanzen in speziellen Kunststoffkörben lässt sich die Ausbreitung kontrollieren. Auch geben die Pflanzen dann nicht zu viele Nährstoffe in den Teichboden ab. Die Körbe können auf einem Podest platziert werden, sodass die Höhe unterschiedlich eingestellt werden kann.

Die Uferbereiche sollten stets in Stufen angelegt werden, damit die Gewächse genug Halt finden. Der Gärtner unterscheidet hier drei Zonen: die Flachwasser-, die Sumpf- und die Feuchtzone.

In der Flachwasserzone sind Pflanzen noch etwa 10 bis 30 cm mit Wasser bedeckt. Die gelbe Sumpf-Schwerlilie oder das Hechtkraut können hier angesiedelt werden, sie benötigen einen nährstoffreichen Boden. Das Substrat muss mit Lehm abgedeckt werden, damit diese Nährstoffe nicht in den Teich geschwemmt werden und dort das Gleichgewicht stören.

Die Sumpfzone wiederum kann mit bis zu 10 cm Wasser bedeckt sein. Oder aber man lässt sie abtrocknen. In dieser Zone überleben nur Pflanzen, die wechselhaften Bedingungen standhalten. Dazu gehören die gelbe Dotterblume oder der Blutweiderich (Siehe auch: ).

Die Feuchtzone schließlich befindet sich direkt am Ufer, jedoch noch im Bereich der Teichfolie. Gewächse, die dort gepflanzt werden, müssen sich mit Staunässe zurechtfinden. Die Dreimasterblume und Gräser sind hier eine gute Wahl.

Pflanzen wie der Zwergschilf, die sich stark ausbreiten, sollten in speziellen Gefäßen untergebracht werden. Dafür eignet sich zum Beispiel die Böschungstasche von Oase. Sie besteht aus einem Jutegeflecht mit Kunststoffgewebe. Mit ihrer natürlichen Optik passt sie ideal zum Gartenteich. Die Tasche lässt sich mit Haken sicher befestigen.

Algen, adé! nach oben

Die richtige Pflanzenauswahl und ein Teichfilter halten den Teich in der Regel klar und rein. Gerät das Gewässer aber doch einmal aus dem Gleichgewicht, bilden sich Algen oft rasend schnell. In diesem Fall kann man den Teich mit Algiziden behandeln. PhosLock AlgenStopp von Söll bindet die im Wasser gelösten Nährstoffe; Dr. Roth's Teichklar regt mit einer Mischung aus natürlichen Mikroorganismen die Selbstreinigungsmechanismen des Gewässers an. Das FadenalgenFrei von Neudorff hingegen wirkt durch Wasserstoffperoxid, das die Algenzellen zerstört. Die Algen sterben ab und können mit einem Kescher entfernt werden. Der Algenkiller von Weittz-Wasserwelt beseitigt Faden- und Schwebealgen. Dabei ist das Granulat für tierische Bewohner unbedenklich.

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