Sonnenheizung spart HeizkostenSeite 3

Einleitung

April 2020

Eignet sich mein Dach überhaupt? nach oben

Einen passenden Platz für thermische Solaranlagen findet man fast immer. Gute Alternativen bei unpassend ausgerichteter Dachfläche, mangelnder Tragfähigkeit oder zu wenig Fläche können auch Carport-, Garagen- oder Anbaudächer sowie Hausfassaden oder Freiflächen sein. Montagesysteme gibt es für alle Möglichkeiten. Auf einem Flachdach montiert man die Solaranlage beispielsweise mittels Aufständerung. Wichtig ist, dass die Solaranlage nicht im Schatten steht. Soll warmes Wasser erzeugt werden, empfiehlt sich ein Neigungswinkel zwischen 30 und 50 Grad, um die hoch stehende Sonne im Sommer gut auszunutzen. Möchten Sie die Heizung unterstützen, ist dagegen eine Neigung von 45 bis 70 Grad ideal, um die tiefer stehende Sonne im Frühjahr und Herbst „einzufangen“. Eine abweichende Neigung lässt sich unter Umständen mit einer größeren Kollektorfläche ausgleichen.

Aufdachmontage
Indachmontage

Je nach optischen und architektonischen Gesichtspunkten kann die Solaranlage als Aufdach- oder Indachanlage montiert werden. In den meisten Bundesländern braucht man für die Montage einer Solarthermieanlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses keine Genehmigung. Da es aber auch Ausnahmen gibt, sollten Hausbesitzer vorher besser einen Blick in die Landesbauordnung werfen oder beim Bauamt nachfragen. Eigentümer eines denkmalgeschützten Hauses fragen bei der Denkmalschutzbehörde nach.

Montage auf einem Flachdach
Solarkollektoren können auch an einer Fassade montiert werden.

Weitere Komponenten einer Solaranlage nach oben

Nicht zuletzt müssen auch sämtliche Komponenten einer Anlage perfekt aufeinander abgestimmt und korrekt dimensioniert sein: Hierzu zählen Solarkollektoren, Kollektorverbindungen, Solarpumpe, Solarfluid, Wärmespeicher, Rohrleitungen und deren Isolierung, Ausdehnungsgefäß und Regelungssysteme/-ventile. Holen Sie sich bestenfalls zwei bis drei Angebote von Fachbetrieben ein, die, zur besseren Vergleichbarkeit, alle Bestandteile der angebotenen Solarthermieanlage, im Detail beschrieben, umfassen sollten.

Lohnt sich eine thermische Solaranlage? nach oben

Dazu rät die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage: „Die Lebensdauer von Solaranlagen beträgt 20 bis 30 Jahre. Die Investition in eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus kann bei günstigen Randbedingungen im Bereich einer attraktiven Rendite liegen. Ökologisch gesehen sind thermische Solaranlagen immer „Energiesparmaschinen“. Bereits nach etwa drei Jahren sparen sie die Energie, die zu ihrer Herstellung eingesetzt wurde. Zudem tragen Sie direkt vor Ort zu einer CO2-Reduzierung bei und prägen Ihren ökologischen Fußabdruck. Und: Durch steigende Energiepreise kann sich die Amortisationszeit einer Solaranlage deutlich verkürzen.“

Checkliste zur Planung nach oben

Bevor Sie ein Angebot bei Ihrem Handwerker einholen, stellen Sie folgende Daten zusammen:

Warmwasserbedarf

  • Wie viel warmes Wasser verbrauchen die im Haus lebenden Personen (Warmwasserbedarf)?
  • Wie hoch ist der bisheriger Warmwasserbedarf (soweit bekannt)?
  • Wie wird das Trinkwasser bisher erwärmt (zentral mit Öl/Gas/Strom/Holz oder dezentral)?
  • Gibt es bereits einen Trinkwasserspeicher? Wie groß ist dieser?

Installationsort

  • Wo kann die Anlage installiert werden?
  • Wie groß ist die zur Verfügung stehende Dachfläche?
  • Ausrichtung: Neigungswinkel und Orientierung des Daches (West-Süd-Ost)
  • Ist die ausgesuchte Dachfläche verschattet?

Raumwärmebedarf

(bei Solaranlagen zur Raumheizungsunterstützung)

  • Größe der beheizten Wohnfläche
  • Wie wird die Wärme verteilt (Heizkörper, Fußbodenheizung)?

Sonstiges

  • Daten des Heizkessels/Wärmeerzeugers: Brennstoff, Typ, Baujahr, Leistung
  • Bisheriger Brennstoffverbrauch pro Jahr
  • Sind Modernisierungsmaßnahmen geplant, zum Beispiel Wärmedämmung, Erneuerung der Fenster?

Mit den zusammengestellten Daten kann Ihnen der Handwerker ein fundiertes Angebot erstellen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, informiert sich bei einem Energieberater und lässt die Angebote fachmännisch prüfen.

 

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