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Renovierung & Sanierung: Mehr Platz für alle: Anbau und Dachausbau schaffen Platz für eine vierköpfige Familie

Einleitung

Juni 2026 Als ihre Töchter Marla und Melina älter wurden, wuchs bei Ronja und Peer Zieler der Wunsch nach mehr Platz. Die gemeinsame 80-QuadratmeterWohnung in zentraler Lübecker Lage bot dem Familienleben zu wenig Raum. Ein Haus mit Garten musste her, möglichst in der Nähe der Altstadt. Fündig wurden sie im Stadtteil St. Gertrud: ein Einfamilienhaus aus den 1950erJahren auf einem rund 1.000 Quadratmeter großen Grundstück. Lage und Potenzial überzeugten sie, trotz offensichtlichem Sanierungsbedarf. Was sich aus einem unscheinbaren Häuschen machen lässt, zeigt ihr Beispiel eindrucksvoll.

„Uns war schnell klar, dass das Haus nicht sofort bewohnbar ist“, erinnert sich Ronja Zieler. Gemeinsam mit einem Architekturbüro entwickelte die Familie ein Konzept, das den Charakter des Bestandsgebäudes bewahren und gleichzeitig den nötigen Raum schaffen sollte. Sie planten eigene Zimmer für beide Kinder, eine offene Küche mit Essplatz, Wohn- und Elternschlafzimmer, ein großzügiges Familienbad und einen zusätzlichen Rückzugsort abseits des täglichen Familientreibens.

Der Spitzboden vorher – ungedämmt und dunkel
Nach dem Ausbau sorgen Dachfenster für viel natürliches Licht.

Licht und Stille im Spitzboden nach oben

Der ungedämmte Spitzboden, bis dahin kaum mehr als eine Abstellfläche, wurde zum stillen Herzstück des Umbaus. Fünf neue Dachfenster verwandelten den unwohnlichen Dachboden in einen hellen Wohlfühlort mit Ausblick ins Grüne. Damit es im Sommer nicht zu heiß wird, rüsteten die Zielers die nach Süden und Westen ausgerichteten Fenster mit außen angebrachten Hitzeschutz-Markisen aus. Die Markisen stoppen die Sonnenstrahlen, bevor sie auf die Scheibe treffen und verhindern so ein Aufheizen der Räume.

Das kleine Häuschen aus dem 1950er Jahren hat Sanierungsbedarf.
Umbau und Erweiterung schufen viel Platz für die neuen Eigentümer, wie unter dem Dach durch eine zusätzliche Gaube.

Schlafen unterm Dach nach oben

Im Dachgeschoss wurde der Grundriss behutsam angepasst. Eine versetzte Wand schuf Platz für ein neues, großzügiges Familienbad; das ursprüngliche kleine Bad mit WC und Waschbecken wurde modernisiert und mit einem größeren, solarbetriebenen Schwingfenster ausgestattet. Gerade morgens, wenn sich alle gleichzeitig fertigmachen, zahlt sich die Trennung von Bad und WC aus.

Auf der dem Garten zugewandten Seite erfolgte der Anbau für den Essplatz, auf dessen Dach ein aus dem Elternschlafzimmer begehbarer Austritt eingerichtet wurde. Eine neue Terrasse vor dem Wohnzimmer sorgt heute für den perfekten Grillplatz im Sommer.

Das Elternschlafzimmer hält eine besondere Überraschung bereit: Direkt angrenzend liegt eine auf dem Anbau eingerichtete Dachterrasse. Auch die Kinderzimmer befinden sich im Dachgeschoss. Melinas Zimmer wird über eine Gaube und einen französischen Balkon auf der Giebelseite hell belichtet; in Marlas etwas kleinerem Zimmer sorgt ein zusätzliches Dachfenster dafür, dass sie die Lampen erst in den Abendstunden einschalten muss.

Erweiterung mit Augenmaß nach oben

An die offene Küche schließt sich der im Anbau befindliche Essplatz an.

Da das Erdgeschoss des Altbaus allein nicht genug Raum bot, ergänzt nun ein eingeschossiger Holzanbau das Gebäude – eingebunden in eine neue Holzterrasse und bewusst auf den rückwärtigen Bereich beschränkt, um das Straßenbild nicht zu verändern. Durch die Erweiterung einer bestehenden Gaube entstand zusätzlicher Spielraum im Dachgeschoss. Im Erdgeschoss finden sich nun eine offene Küche neben dem Essplatz im Anbau, ein großes Wohnzimmer sowie ein Gästezimmer mit eigenem Bad. Zusätzliche Fenster in Küche und Diele sowie eine neue Terrassentür im Wohnzimmer sorgen für reichlich Tageslicht.

Nach außen hin blieb das Haus erkennbar es selbst: schlanke Holzfensterprofile, die vertraute Farbe des Ziegeldachs, weißer Außenputz. Im Inneren hingegen wurde umfassend modernisiert. Eine neue Brennwerttherme sorgt für angenehme Temperaturen; in Anbau, Dachgeschoss und allen Bädern übernimmt eine Fußbodenheizung diese Aufgabe. Weil den Zielers natürliche Materialien am Herzen lagen, sind Fenster, Böden und Terrasse konsequent aus Holz gefertigt.

Bestand mit Zukunft nach oben

Vom Kauf bis zum Einzug vergingen rund 14 Monate – etwa die Hälfte davon für Planung und Abstimmung, die andere Hälfte für den eigentlichen Bau. Insgesamt investierte die Familie rund 300.000 Euro in Erweiterung und Modernisierung. Das Ergebnis ist ein Haus, das modernen Wohnkomfort mit dem Charme eines gewachsenen Gebäudes verbindet. Das gibt der Familie genau den Raum, den sie braucht. „Der Umbau hat sich für uns in jeder Hinsicht gelohnt“, so das Fazit der Zielers.

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