Umbau: Barrierefrei und komfortabel wohnenSeite 3

Einleitung

Juli 2020

Küchen für Jung und Alt nach oben

Kochinseln lassen sich mit einem elektrischen Hubsockelsystem um bis zu 20 cm in der Höhe verstellen.

Neben dem Badezimmer ist die Küche der Ort, an dem für mehr ausreichend große Bewegungsflächen gesorgt werden muss. Küchendesigner planen inzwischen generationsübergreifend, denn Bequemlichkeit, Komfort und Ergonomie gelten für alle. Schließlich freuen sich sämtliche Küchennutzer über gutes Licht, kochendes Wasser direkt aus der Armatur, leise Laufgeräusche bei der Spülmaschine oder höhenverstellbare Küchentheken. Moderne Arbeitsflächen lassen sich per Knopfdruck präzise auf die individuell optimale Arbeitshöhe ihrer Nutzer einstellen. Dabei verstecken sich die leisen elektrischen Antriebssysteme im Küchensockel.

Rückenschonende Küche nach oben

Wer bewegungseingeschränkt ist und sich nicht gut bücken kann, ist mit Auszügen und Apothekerschränken gut bedient. Ein Hochbackofen oder eine höher eingebaute Spülmaschine schonen den Rücken. Innerhalb der Küche sollte die Bewegungsfläche mindestens 120 × 120 cm betragen. Ein Rollstuhlfahrer benötigt einen größeren Manövrierraum von 150 × 150 cm Mindestfläche zwischen und vor Möbeln, Türen oder Fenstern, um die Küche bequem befahren zu können. Arbeitsflächen und Kochstelle sollten unterfahrbar sein. Oberschränke, die per Knopfdruck nach unten gefahren werden können, helfen nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern auch kleineren Menschen, alles sicher zu erreichen. Zusätzliche Sicherheit bieten Rauchmelder sowie Elektrogeräte, die sich automatisch nach längerer Nichtbenutzung alleine abschalten.

Großzügige Flächen und unterfahrbare Arbeitsflächen in der Küche.
Apothekerschränke lassen sich leicht öffnen und bieten einen guten Überblick.

Gut zu Wissen nach oben

Was steckt hinter der DIN-Norm für Barrierefreiheit?

Die seit 2011 gültige DIN 18040-2 legt fest, welche Mindeststandards Gebäude erfüllen müssen, wenn sie als barrierefrei gelten sollen. Ihr Ziel ist, allen Menschen die Nutzung ihrer Wohnräume ohne Einschränkungen zu ermöglichen. Die Norm bezieht auch die besonderen Bedürfnisse von Familien mit Kindern und Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung, motorischen Einschränkungen oder Mobilitätshilfen mit ein.

Mehr Komfort im Schlafzimmer nach oben

Bequemes Hinlegen und Sitzen auf dem Bett erfordert eine ideale Höhe des Bettes. Viele Menschen klagen über Rückenprobleme und haben Mühe, von der Bettkante aufzustehen. Nützlich ist ein elektrisch verstellbarer Lattenrost, der per Fernbedienung gesteuert werden kann. Haltemöglichkeiten oder eine Aufstehhilfe bieten zusätzlich Erleichterung. Ablageflächen am Bett schaffen Platz für Brille und Telefon. Ein Lichtschalter, der vom Bett aus auch im Dunkeln erreichbar ist, gehört zu den Grundausstattungen. Schränke lassen sich mit einer ausklappbaren Kleiderstange nachrüsten. Beliebt sind auch begehbare Kleiderschränke mit gut erreichbaren Stauräumen.

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