Einrichten & Wohnen: Wenn der Haushalt plötzlich mitdenkt
Einleitung
November 2026 Auf der IFA 2026, der Internationalen Funkausstellung in Berlin, Treffpunkt für globale innovative Ideen und Produkte, haben wir uns nach den neuesten Trends bei Robotern und künstlicher Intelligenz umgesehen. Wir wollten wissen, wie die Technik uns künftig beim Putzen, Kochen, Gärtnern und Organisieren unterstützen kann. Wir sind mit Kassettenrekorder, Röhrenfernseher und dem ersten Heimcomputer groß geworden. Heute ziehen Geräte bei uns ein, die ihre Umgebung erkennen, Entscheidungen treffen und sogar eine eigene Persönlichkeit entwickeln sollen.

Die neuen Produkte zeigen, wohin die Reise geht: von der selbstlernenden Heißluftfritteuse über das digitale Taschenhaustier bis zum Mähroboter mit Wärmebildkamera. Nicht alles davon ist unverzichtbar – manches könnte den Alltag aber tatsächlich ein wenig leichter machen. Hier einige Beispiele, die Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln sollen.
Kino zum Zusammenklappen nach oben
Der „ZIP Pro Tri Fold“-Projektor von Aurzen passt trotz Full-HD-Auflösung beinahe in die Jackentasche. Seine drei beweglichen Gehäuseteile ersetzen den separaten Projektorständer und erlauben sogar Bilder an der Zimmerdecke. Autofokus und digitale Bildkorrektur sollen das Einrichten weitgehend übernehmen. Mit 200 ANSI-Lumen empfiehlt er sich allerdings eher für abgedunkelte Räume als für die helle Terrasse. Cool: Das Gerät lässt sich auch beim Nähen für die Übertragung von Schnittmustern einsetzen.


Haushaltsplanung digital nach oben

(www.everblog.com)
Der digitale Planer „Everblog FridgeCal 2“ bringt Kalender, Einkaufslisten und Essensplanung direkt an die Kühlschranktür. Seine KI soll Lebensmittel anhand von Fotos und Kassenbons erfassen und daraus passende Rezepte vorschlagen. Termine und Aufgaben lassen sich über den Touchscreen gemeinsam verwalten und mit mobilen Geräten synchronisieren. Ob das wirklich Zeit spart, hängt davon ab, wie zuverlässig die automatische Erkennung im Familienalltag arbeitet.
Klingel mit zwei Kameras nach oben

(www.ezviz.com)
Die Videotürklingel „EZVIZ EP8 Ultra“ beobachtet mit zwei Kameras sowohl Besucher als auch abgestellte Pakete. Die KI unterscheidet dabei Personen und Lieferungen und kann bekannte Gesichter wiedererkennen. Auf einem kleinen Außendisplay begrüßen animierte Figuren den Besuch – freundlich, abweisend oder nach Vorgabe der Bewohner. Der interne Speicher (32 GB) und austauschbare Akkus verringern dabei die Abhängigkeit von einem Cloud-Abo.
Schnell gespült nach oben

(www.midea.com)
Der Geschirrspüler „Mideas Tri-GreenApex“ verbindet Spülen, Trocknen und Aufbewahrung in einem Gerät. Eine Wärmepumpe trocknet das Geschirr laut Hersteller innerhalb von 30 Minuten bei schonenden 45 Grad Celsius. Anschließend soll es bis zu sieben Tage trocken bleiben, ohne dass die Technik ununterbrochen weiterläuft. Auch der angekündigte Energieverbrauch liegt deutlich unter dem derzeitigen europäischen Grenzwert für die beste Effizienzklasse.
Hausbar mit KI nach oben

(www.orifuture.com)
Der „ORI Mix Home Cocktail“ macht aus sechs selbst gewählten Flaschen eine KI-gesteuerte Hausbar. Über die App wird das Getränk ausgewählt, während das System Spirituosen und kleine Aromakapseln passend dosiert. Die Software kennt den Flaschenbestand und kann Rezepte an vorhandene Zutaten oder persönliche Vorlieben anpassen. Das Ergebnis verspricht reproduzierbare Cocktails. Den eigenen Geschmack und gute Zutaten ersetzt die Automatik nicht.
Zwei- oder Vierfüler-Robotor nach oben

Der „PrimeBot T1“ kann sich selbstständig vom rollenden Zweibeiner in einen vierbeinigen Roboter verwandeln. Auf glatten Böden bewegt er sich schnell auf Rollen, für Stufen und unebenes Gelände wechselt er in den Vierbeinmodus. Kamera, Mikrofone und KI ermöglichen Sprachdialoge, Personenverfolgung und den Einsatz als automatischer Kameramann. Noch ist der vielseitige Begleiter ein Prototyp – Preis, Serienausstattung und Marktstart stehen nicht endgültig fest.
Pflanzen im Blick nach oben

(plantsenso.com)
„PlantSenso“ übersetzt die Bedürfnisse einer Zimmerpflanze in die Sprache eines digitalen Haustiers. Sensoren überwachen unter anderem die Bodenfeuchte, während eine App Pflegehinweise gibt und Fortschritte dokumentiert. Wer richtig gießt und sich regelmäßig kümmert, schaltet Figuren, Reaktionen und spielerische Belohnungen frei. Das erinnert bewusst an ein Tamagotchi, nur dass diesmal eine echte Pflanze am Leben bleiben soll.
Haustier in der Tasche nach oben

Auch Sweekar holt das Tamagotchi-Prinzip aus den 1990ern in die KI-Zeit. Das 89 Gramm leichte Taschenwesen „AI Pocket Pet“ schlüpft aus einem Ei und wächst sichtbar über vier Lebensphasen. Gespräche, Pflege und gemeinsame Erlebnisse prägen seine Stimme, sein Verhalten und seine individuelle Persönlichkeit. Ein charmanter Generation-X-Nostalgietrip, allerdings mit Mikrofon, Langzeitgedächtnis und entsprechendem Datenschutz.
Gründlich saugen nach oben

Der Roomba Max 875 Combo will Teppiche nicht allein mit hoher Saugleistung gründlicher reinigen. Bei der SealForce-Technik senkt sich eine Schürze ab, die den Luftstrom enger durch die Teppichfasern führt. Hartböden bearbeitet eine rotierende Wischwalze; hartnäckige Flecken werden zuvor mit warmem Sprühnebel eingeweicht. Die Station leert den Staubbehälter, reinigt und trocknet die Wischwalze weitgehend automatisch.
Kluge Heiluftfritteuse nach oben

(www.severin.de)
Die neue Heißluftfritteuse „FR 2474 S Fry Digital AI“ von Severin erkennt eingelegte Lebensmittel mithilfe einer Kamera und künstlicher Intelligenz. Anschließend schlägt sie automatisch Temperatur und Garzeit vor. Nachregeln bleibt trotzdem möglich. Acht Liter Volumen, 1.800 Watt und ein Sichtfenster machen sie auch für größere Familienportionen interessant. Ab November 2026 soll das Gerät für 169,90 Euro erhältlich sein.
Wärmebildkamera im Mähroboter nach oben

(www.sunseekertech.eu)
Bei der Sunseeker Mähroboter-Generation 2027 erkennt eine Wärmebildkamera nachts Tiere anhand ihrer Körpertemperatur und soll so gefährliche Begegnungen vermeiden. Sunseeker kombiniert außerdem in seiner kommenden Generation LiDAR, Kameras und dreidimensionale Gartenkarten. Die Roboter sollen Rasenflächen selbstständig erfassen und unterschiedliche Gartenbereiche besser unterscheiden. Kantennahes Mähen bis auf null Zentimeter soll zudem den Griff zum Rasentrimmer seltener machen.
Mähen im Gelände nach oben

Der neue Allrad-Mähroboter „Mammotion LUBA 4AWD“ kombiniert 360-Grad-LiDAR, vier Kameras und eine satellitengestützte NetRTK-Navigation. Er benötigt kein Begrenzungskabel und soll selbst auf unebenem Gelände und Steigungen bis zu 80 Prozent sicher arbeiten. Einzelradlenkung und Richtungswechsel ohne Wendemanöver sollen sichtbare Spuren im Rasen vermeiden. Für zwei der drei Modelle ist zudem ein ausfahrbares Kantenschneidmodul vorgesehen.