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Ziergarten: Natürlich Biologisch düngen

Einleitung

März 2026 Der Garten ist ein wertvolles Ökosystem, in dem jedes Lebewesen seinen Platz hat. Damit Pflanzen kräftig wachsen und gesund bleiben, brauchen sie Nährstoffe. Wir zeigen, wie Sie dafür den eigenen Garten nutzen können, ganz ohne Einsatz von chemischen Zusatzstoffen.

Kompost liefert dem Boden ideale Nährstoffe.

Biologisch zu düngen bedeutet, den natürlichen Kreislauf zu nutzen – sanft, nachhaltig und meist kostenlos. Chemische Dünger wirken schnell, keine Frage. Doch was kurzfristig beeindruckt, kann langfristig den Boden schwächen. Denn Mineraldünger führen oft dazu, dass der Boden verarmt, weil sie zwar Nährstoffe liefern, aber keine Bodenlebewesen füttern. Biologisches Düngen hingegen nährt nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Mikroorganismen im Boden – und diese sind die wahren Helden unter unseren Füßen. Ein gesunder Boden ist lebendig: Milliarden von Bakterien, Pilzen, Würmern und Insekten zersetzen organisches Material zu Humus. Dieser speichert Wasser, lockert die Erde und gibt Nährstoffe langsam und bedarfsgerecht ab. So entsteht ein ausgeglichenes System, das auch Trockenperioden oder Schädlinge besser verkraftet.

Kompost ist das Gold des Gärtners nach oben

Mit Mulch decken Sie den Boden ab.

Der Klassiker unter den natürlichen Düngern ist Kompost. Er verwandelt Küchen- und Gartenabfälle in schwarzen, krümeligen Humus, der nach Waldboden duftet. Kompost liefert fast alles, was Pflanzen brauchen: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Spurenelemente und wertvolle Mikroorganismen. Vieles, was im Garten oder in der Küche an Grünabfällen anfällt, kann so praktisch entsorgt und in idealer Weise wiederverwertet werden. Allerdings braucht es einige Zeit, bis aus den Abfällen wertvoller Humus entsteht.

Hier einige Tipps zur Verwendung von Kompost:

  1. Geben Sie ihn nicht zu grob auf das Beet, sondern arbeiten Sie ihn flach in den Boden ein. So kann er von den Mikroorganismen umgewandelt werden, und die Nährstoffe gelangen direkt an die Wurzeln der Pflanzen.
  2. Empfehlenswert für einen durchschnittlichen Boden sind drei Liter Kompost pro Quadratmeter. Starkzehrer wie Tomaten oder Kohl brauchen auf Sandböden sechs bis sieben Liter pro Quadratmeter.
  3. Sie können zudem Wurmkompost (Vermikompost) nutzen. Regenwürmer verwandeln Pflanzenreste zu feinstem Dünger, der besonders reich an Mikroorganismen ist. Dieser ist ideal für Balkonpflanzen und Zimmergewächse.

Gründüngung als natürliche Bodenpflege nach oben

Die Gründüngung „Hochbeet-Bodenfit“ ist auch für Insekten.

Gründüngung ist auch im Hausgarten wichtig. Dabei sät man Pflanzen wie Lupinen, Phacelia, Klee oder Senf aus, die den Boden bedecken und durchwurzeln. Später werden sie untergegraben und von Mikroorganismen umgewandelt. Gründüngungspflanzen verbessern also die Bodenstruktur, schützen die Erde vor Erosion und bringen Nährstoffe zurück – vor allem Stickstoff. Besonders empfehlenswert sind Lupinen. Sie bilden tiefe Wurzeln, lockern damit den Boden und holen die Nährstoffe aus der Tiefe. Beliebt ist auch Phacelia (Bienenfreund), denn die Pflanze blüht wunderschön in Blau und lockt mit ihren pollenreichen Blüten zahlreiche bestäubende Insekten an. Auch Klee, der Stickstoff aus der Luft bindet, ist ideal. Für den Hausgarten gibt es zahlreiche Gründünger oder Mischungen, die im zeitigen Frühjahr oder im Spätsommer auf den abgeernteten Beeten ausgesät werden (zum Beispiel „Bodentherapie“ oder „Tempogrün“ von Kiepenkerl, „Schneller Bodendecker“ von Bingenheimer Saatgut). Neu gibt es in diesem Jahr eine spezielle Mischung für Hochbeete: „Hochbeet-Bodenfit“ (von Sperli). Die Mischung enthält Arten wie Ringelblume oder Buchweizen, die aktiv die Bodengesundheit fördern. Sie ist fruchtfolgeneutral und kann problemlos vor oder nach jeder Kultur ausgesät werden.

Mulch: eine Decke für den Boden nach oben

Mulch ist gleich mehrfach hilfreich: Er deckt den Boden ab und schützt ihn so vor dem Austrocknen, verhindert das Aufkeimen von Unkraut und liefert beim Verrotten wertvolle Nährstoffe. Geeignet sind Rasenschnitt, Laub (außer Nussbaumlaub, weil es zu viel Gerbsäure enthält, die das Pflanzenwachstum hemmt), Stroh oder fein gehäckselte Zweige. Besonders praktisch ist eine Mulchschicht rund um Stauden oder Gemüsepflanzen. Sie hält Unkraut fern, spart Gießwasser und dient dem Bodenleben als Buffet. Wichtig: Frischer Rasenschnitt sollte etwas angewelkt sein, sonst kann er faulen. Eine dünne Schicht genügt – lieber öfter nachlegen.

Naturpower durch Pflanzenjauchen nach oben

Pflanzenjauchen und -brühen sind uralte Hausmittel zur Düngung und Pflanzenpflege. Ein Klassiker ist die Brennnesseljauche. Dazu werden frische Brennnesseln mit Wasser vergoren (ein Kilo kleingeschnittene Grünteile auf je zehn Liter Wasser, luftig abdecken und etwa 14 Tage stehen lassen), bis sich die Mischung, zugegebenermaßen zu einer etwas streng riechenden Flüssigkeit entwickelt. Verdünnt können Sie diese Jauche dann als Flüssigdünger verwenden. Sie liefert Stickstoff und wichtige Mineralstoffe, die das Pflanzenwachstum fördern – perfekt für Salate, Kräuter oder Zierpflanzen.

Auch eine Brühe aus Ackerschachtelhalm wirkt Wunder: Sie stärkt Pflanzen gegen Pilzbefall. Ebenso gut ist eine Beinwelljauche, sie liefert Kalium. Achten Sie beim Ansetzen immer auf eine gute Belüftung, um Fäulnis zu vermeiden. Ist Ihnen die eigene Herstellung zu aufwendig, finden Sie fertige Pflanzenextrakte im Handel – biologisch zertifiziert und geruchsmilder (zum Beispiel„BioKraft“-Brühen von Neudorff, Stärkungsmittel von Beckmann oder Biplantol).

Düngen mit Stallmist nach oben

Wer Tiere hält oder in der Nähe eines Bauernhofs lebt, kann auf klassischen Stalldung zurückgreifen. Kuh-, Pferde- oder Schafmist sind altbewährte Dünger, die den Boden nicht nur mit Nährstoffen, sondern auch mit organischer Substanz versorgen. Allerdings sollte der Mist gut abgelagert sein – zu frisch kann er Pflanzen „verbrennen“. Und: Mist ist nicht gleich Mist. Die Qualität hängt stark von der Tierart, dem Geschlecht und Alter, dem Futter, der Einstreu, der Lagerzeit und davon ab, ob die Tiere mit Medikamenten behandelt wurden. In diesem Fall sollten Sie den Stallmist nicht verwenden. Fragen Sie hier auf dem Hof genau nach.

Gute Alternativen dazu sind Hornspäne oder Hornmehl, die auch für Starkzehrer wie Tomaten, Kohl oder Porree geeignet sind. Sie liefern, in den Boden eingearbeitet, langsam wirkenden Stickstoff, was ideal ist als Startdüngung im Frühjahr. Auch Düngerpellets aus Schafwolle werden in den letzten Jahren immer beliebter.

Küchenabfälle clever nutzen nach oben

Manche Küchenreste eignen sich direkt als Dünger – ganz ohne Umweg über den Kompost. Ein beliebter Klassiker ist Kaffeesatz. Er liefert Stickstoff und lockt Regenwürmer an. Bananenschalen enthalten Kalium und können zerkleinert um die Pflanzen eingearbeitet werden.

Eierschalen sorgen für Kalk und verbessern den pH-Wert saurer Böden. Wegen ihres hohen Kalkanteils sind sie eine ideale Nährstoffquelle für kalkliebende Pflanzen. Dazu zählen Bohnen, Erbsen, Tomaten, Rote Bete, Mangold, Möhren und Kräuter wie Thymian, Salbei und Lavendel. Auch Obstbäume sowie Gehölze wie Ahorn, Linde und Zierkirsche freuen sich über eine Zugabe fein zerbröselter oder zerriebener Eierschalen.

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