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Grüne Tipps: Grüne Tipps im September

Einleitung

September 2026 In der milden Septembersonne lässt es sich gut im Garten verweilen. Einiges ist noch zu tun und bei einer Tasse Kaffee hält man es auch gern länger aus, denn die große Hitze ist nun vorüber. Folgende Arbeiten stehen jetzt an: Ernten, Bodenpflege durch Gründüngung, Teilen, Um- und Neupflanzungen von Stauden und Gehölzen, Korrekturschnitte bei Hecken und Obst, Aussaaten für Winter- und Frühjahr, Rasen düngen u. v. m.

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Dahlien sind farbenfrohe Spätsommerblüher.

Unser Ziergarten nach oben

Mit dem Frühherbst ist die Zeit gekommen, um eingewachsene Stauden zu teilen und auf den Beeten neu zu arrangieren. So wird ihre Blühfreudigkeit erhalten bzw. neu angeregt. Darüber hinaus macht es Spaß, eigene Gartenpflanzen zu vermehren und eventuell zu verschenken oder Sorten zu tauschen. Außer den im Spätsommer und Herbst blühenden Arten können nun alle Stauden geteilt werden, damit sie zur nächsten Blühsaison wieder gut eingewurzelt sind. Der Boden ist jetzt noch hinreichend warm und die Niederschläge in Herbst und Winter decken den durch den Rückschnitt reduzierten Wasserbedarf in der Regel hinreichend ab.

Schwertlilien, auch Bart-Iris genannt, mögen den Auftakt bilden: Sechs bis acht Wochen nach ihrer Blüte ist der beste Zeitraum zum Teilen ihrer Speicherwurzeln, Rhizome genannt.

Es bewahrt sie zusätzlich vor Fäulnis und Schädlingen wie dem Irisbohrer. Alle drei bis fünf Jahre sollten Bart-Iris geteilt werden. Eine Besonderheit beim erneuten Einpflanzen ist das Beachten der Pflanzhöhe. So dürfen die Rhizome nicht zu tief gesetzt werden, sondern sollten etwa zur Hälfte aus dem Boden herausschauen. Der beste Standort ist ein sonniger, trockener Platz in gut durchlässigem, kalkhaltigem Boden.

Wenn Stauden geteilt werden, erfolgt ihr Rückschnitt schon im Herbst zur Umpflanzung. Sonst ist es ökologischer, die abgeblühten Stängel bis zum März an den Pflanzen zu belassen. Sie bieten ein Winterquartier für Insekten und eine Futterquelle für Gartenvögel.

Es versteht sich von selbst, dass der Boden des neuen Standorts gut gelockert und von Wurzelunkräutern gesäubert ist, bevor die Pflanzenteilstücke an ihren neuen Platz gesetzt werden. Reichern Sie die Erde zudem mit etwas Kompost an. Die frisch gesetzten Wurzelteilstücke vorsichtig festtreten sowie gut angießen.

Es gibt jedoch auch Stauden, die das Umpflanzen nicht gut vertragen und daher möglichst lange an ihrem alten Standort bleiben wollen. Dazu gehören beispielsweise Pfingstrosen, Rittersporn, Tränendes Herz und Christ- bzw. Lenzrosen. Pflanzen, die eine Pfahlwurzel bilden wie Schleierkraut oder Türkischer Mohn, sind ebenfalls nicht gut umpflanzbar und schon gar nicht teilbar.

Der Handel erinnert uns hartnäckig daran, dass nun auch die Pflanzzeit für Frühjahrsblumenzwiebeln einsetzt. Eine große Auswahl an Arten und Sorten flutet die Märkte – eine gute Gelegenheit, sich für das kommende Frühjahr mit reichlich Farbe für den Garten auszustatten.

Auch nach dem Stecken der Blumenzwiebeln ist es sinnvoll, kahle Flächen mit Gründungssaatgut zu bestreuen. So sind Bitterlupinen, Kleearten, Roggen oder Bienenfreund (Phacelia) eine gute Wahl zur Bodenverbesserung und Erhaltung der Fruchtbarkeit im Garten.

Vertikutieren im Herbst macht Sinn.

Rasenflächen können im September bei Bedarf einen Vertikutiergang erhalten. Wenn diese Arbeit bis Mitte des Monats erledigt ist, schließt sich bis zum Winter die Grasnarbe. Eine kaliumbetonte Düngung verbessert das Resultat zusätzlich und lässt den Rasen gestärkt in die Ruhephase gehen.

Werden ab September Ziergehölze gepflanzt, empfiehlt sich eine Mulchdecke auf der Baumscheibe. Sie begünstigt das Anwachsen, hält Wasser im Boden vorrätig und schützt in der ersten Wintersaison am neuen Standort den Wurzelbereich vor großen Temperaturschwankungen. Immergrüne Gehölze können schon ab September immer mal wieder durchdringend gewässert werden, damit sie sich für die Wintersaison bevorraten.

Unser Gemüsegarten nach oben

Wer weiße, also reife Bohnen haben möchte, kann die kompletten Bohnenpflanzen oberhalb der Wurzel abschneiden und durch luftiges Aufhängen zur Nachreife trocknen. Wenn die Hülsen völlig trocken und ausgereift sind, werden die Bohnen „ausgepalt“, also von der Schale befreit. Kennen Sie diesen alten Begriff noch?

Ebenfalls erntereif sind jetzt alle Speisezwiebeln, sowohl gesäte wie auch gesteckte. Sollten grüne Blätter (Zwiebelschlotten) anzeigen, dass sie ihr Wachstum noch nicht abgeschlossen haben, kann man etwas nachhelfen, indem man die Wurzeln mit einer Grabegabel leicht anhebt. Dadurch reißen etliche Wurzeln ab, was das Ausreifen der Zwiebeln beschleunigt.

Gelbe Rhabarberblätter zeigen ebenfalls den Wachstumsabschluss für dieses Jahr an. Will man Rhabarber vermehren, hebt man die Pflanze nun mit einer Grabegabel vorsichtig aus dem Boden und teilt sie mit einem scharfem Spaten oder Messer so, dass jedes Teilstück mindestens einen, besser zwei starke Köpfe hat und sollte mindestens 500 g wiegt. Rhabarber wächst besonders gut auf tief gelockertem Boden. In die obere (!) Bodenschicht sollte viel Humus, vorzugsweise Kompost, oder auch torffreie Pflanzerde oder gut verrotteter Mist eingearbeitet werden, weil Humus das Anwachsen begünstigt und einen Nährstoffvorrat für die kommende Saison vorhält. Ein Abstand von mindestens einem Meter in alle Richtungen ermöglicht die optimale Ausbreitung jeder Pflanze. Die Blattknospen sollen nach dem Festtreten und Wässern etwa 2 bis 3 cm unterhalb der Bodenoberfläche liegen. An einem vollsonnigen Standort speichert Rhabarber übrigens weniger Nitrat.

Porree, Grünkohl, Rosenkohl, Kohlrüben und Mangold sind jetzt noch für wöchentliche Flüssigdüngungen dankbar, die umgehend in mehr Grünmasse und damit größere Erntemengen umgesetzt werden.

Zur Monatsmitte sind in manchen Gegenden schon frühe Herbstfröste zu erwarten. Hier sollten Kürbisse zuvor geerntet und luftig sowie frostfrei gelagert sein. Wenn Blumenkohl noch nicht erntereif ist, kann man ihn nachts mit Vlies oder Pappe abdecken, um ihn vor Frühfrösten zu schützen.

Freilandaussaaten folgender Gemüsearten sind in wintermilden Regionen jetzt noch möglich: frühe Möhrensorten („früh“ bedeutet eine kürzere Entwicklungszeit), Radies – gern als Markiersaat in den Möhrenreihen, Spinat und Feldsalat für die frühe Ernte im nächsten Jahr. Würzkräuter wie Dill und Bohnenkraut bringen noch feine, junge Triebe in diesem Jahr hervor.

Postelein, auch Tellerkraut oder Winterportulak genannt, botanisch Claytonia perfoliata, ist ein knackiges und gesundes Salatgemüse, das wie Feldsalat (Valerianella locusta) über Winter geerntet und hauptsächlich frisch genossen wird. Seine Aussaat erfolgt von Ende September bis März im ungeheizten Gewächshaus oder auch im Freiland. Bei weniger als 12 Grad Celsius keimt die Saat. Unter Schnee und unter Vlies sind die Pflanzen bis etwa minus 20 Grad Celsius frosthart. Die Entwicklungszeit dauert etwa sechs bis acht Wochen. Bei der Ernte mit einem scharfen Messer sollten mindestens 3 cm lange Stängel stehen bleiben. So wachsen immer neue Blätter, die mehrmals von Oktober bis in den April des Folgejahres geerntet werden können. Probieren Sie diesen Salat doch mit verschiedensten Dressings einmal aus, es lohnt sich. Ältere Blätter sind auch noch wie Spinat gedünstet zu genießen.

Jetzt im September können Sie Petersilientöpfe bestücken. Sie sind vielleicht nicht der neueste Schrei, aber als kontinuierliche Quelle für frisches Grün sehr zu empfehlen. Ebenfalls gut eintopfen lässt sich Schnittlauch. Die Würzkräuter werden so hell wie möglich und frostfrei aufgestellt und wie alle Topfkulturen regelmäßig gegossen.

Knoblauchzehen, die im September und Oktober gesteckt werden, bringen bessere Erträge als die im Frühjahr gepflanzten. Probieren Sie es aus!

Übrigens: Falls Sie Salat-Saatgut selbst ernten möchten, lassen Sie einfach eine gesunde, gut entwickelte Pflanze blühen und Samen ausbilden. Diese müssen dann trocken und dunkel gelagert werden, um ihre Keimfähigkeit zu erhalten.

Unser Obstgarten nach oben

Langsam steht auch die Apfelernte an.

Der Monat September steht für die Pflaumenernte. Wer einen sogenannten Familienbaum sein Eigen nennt, kann sich über mehrere Sorten auf einem Stamm freuen, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen und so über längere Zeit frische Früchte ernten. Herkömmliche Bäume tragen nur eine Sorte, dafür jedoch unter Umständen eimerweise. Für eine Konservierung sind große Mengen vorteilhaft, für den Frischverzehr jedoch eher lästig, denn lange lagerfähig sind Pflaumen leider nicht.

Steinobst verträgt den Rückschnitt zur Ernte und kurz da nach besser als im Winterhalbjahr. In der warmen Jahreszeit verheilen die Schnittwunden schnell und Probleme wie Gummifluss an Süßkirschen treten gar nicht erst auf. Setzen Sie also Säge und Schere jetzt schon an, um den nötigen Auslichtungsschnitt durchzuführen. Gerade Sauerkirschen brauchen den jährlichen Rückschnitt, der das Wachstum fruchttragender Triebe immer wieder neu anregt.

Weintrauben reifen besonders gut, wenn man pro Sommertrieb nur zwei Trauben stehen lässt. Diese werden größer und färben besser aus. Das Entfernen der Blätter in Traubennähe fördert darüber hinaus die Ausbildung des Aromas der jeweiligen Sorte.

Erdbeeren legen nun bis in den Oktober hinein ihre Fruchtstände an. Wollen Sie im kommenden Jahr eine reiche Ernte einfahren, sollten Sie in diesem Zeitraum für ausreichend Bodenfeuchte sorgen.

Die Vermehrung gut tragender Johannisbeersträucher kann ab September durch Stecklinge erfolgen. Dazu etwa 20 cm lange diesjährige, ausgereifte Triebe aus dem unteren Bereich der Mutterpflanzen abschneiden, entblättern und zu mindestens 3/4 ihrer Länge in ein gut gelockertes Beet stecken. Es bilden sich bald Wurzeln und im nächsten Jahr ein neuer Trieb.

Vorsicht ist bei diesem Schädling geboten: Die flugunfähigen Weibchen des Frostspanners, eines eher unscheinbaren Schmetterlings, fliegen ab Oktober zur Eiablage in die Baumkronen fast aller Obstbäume. Dort richten die Nachkommen im nächsten Frühjahr oft beträchtliche Fraßschäden an Knospen, jungen Blättern sowie Blüten an. Der Name Frostspanner rührt von der katzenbuckelartig schiebenden Fortbewegungsweise der Raupen her, die aus befruchteten Eiern schlüpfen und diese Fraßschäden verursachen.

Mit einsetzendem Frost fliegen die männlichen Schmetterlinge im Garten herum, um sich mit den Weibchen zu paaren. Um dies zu verhindern, ist ab Ende September bis in den April des Folgejahres hinein das Anlegen von giftfreien Leimringen um den Baumstamm herum hilfreich. Sie verwehren den Weibchen den Weg in die Baumkronen. Die Leimringe kann man kaufen oder auch selbst herstellen. Sie bestehen vorzugsweise aus grün gefärbtem, flexiblem Kunststoff oder festem Papier, der in gut 10 cm breiten Streifen außen mit einem Klebstoff bestrichen wurde. An einer möglichst glatten Stelle werden sie in etwa einem halben Meter Höhe eng um den Baumstamm gelegt, mit der klebrigen Seite nach außen. Mit einem dünnen Draht oben und unten wird der Leimring zusätzlich befestigt. Es ist auch möglich, den Leim direkt auf die Borke aufzutragen. Vorher sollten lose Rindenstücke jedoch mit einer Drahtbürste entfernt werden, damit sich darunter kein Insekt verkriechen kann. Falls sich ein Baumpfahl zur Stütze in Stammnähe befindet, muss auch dieser so präpariert werden. Die beleimten Flächen sollte man regelmäßig kontrollieren und erneuern, damit keine Brücken (etwa durch Laubblätter) darauf kleben und den Frostspannerweibchen hinüberhelfen und Vögel keine anklebenden Insekten fressen, die ihnen dann im Schlund feststecken könnten. Spätestens Mitte April müssen Leimringe zum Schutz anderer Falter und wegen des Dickenwachstums der Bäume wieder entfernt werden.

Wenn Sie ab September den Florfliegen, wegen ihres Appetits auf Blattläuse auch Blattlauslöwen genannt, ein Winterquartier bauen wollen, finden Sie dafür eine gute Anleitung im Internet auf den Seiten des NABU. Diese Nützlinge verdienen es, dass wir ihnen über den Winter helfen, befreien sie uns doch jährlich von großen Blattlausmengen.

  • Grüne Tipps: Grüne Tipps im August