Keine Chance für EinbrecherSeite 5

Einleitung

Juli 2017

Was besagen die Widerstandsklassen? nach oben

Wie gut Fenster und Türen in ihrer Gesamtheit gegen Einbrüche gewappnet sind, bemisst sich anhand der "Resistance Class" beziehungsweise "RC" (früher Widerstandsklasse). So muss beispielsweise eine Haustür der Widerstandsklasse RC 2 einem Einbruchversuch eines Gelegenheitstäters mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keil mindestens drei Minuten lang standhalten. Eine Haustür mit RC 3-Ausstattung muss einem Einbruchversuch von fünf Minuten und unter Zuhilfenahme weiterer Werkzeuge, wie Kuhfuß oder Handbohrer, standhalten.

Wachsamer Nachbar nach oben

Gemeinschaft in der Nachbarschaft bringt Sicherheit. Das ist das Ergebnis der Sicherheitsumfrage Teil 2, die der Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen kürzlich veröffentlichte.

"In einer guten Nachbarschaft fühlen sich viele Menschen einfach sicherer", fasst Hans-Michael Schiller die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung zusammen. Neun der zehn befragten Hauseigentümer haben wenig Angst vor Einbrüchen, wenn ihre Nachbarschaft funktioniert, erklärt der 1. Vorsitzende des Verbands Wohneigentum NRW.

Dass sie trotzdem selbst etwas zum eigenen Schutz beitragen müssen, ist für die Mehrzahl der befragten Hauseigentümer selbstverständlich. Die Meisten von ihnen haben daher in die Absicherung von Türen und Fenstern investiert. Außerdem schafften sich mittlerweile fast 70 Prozent der Befragten Bewegungsmelder an, um Außenleuchten zu aktivieren − laut Polizei ein effektiver und kostengünstiger Schutz.

Ähnliche Ergebnisse brachte 2016 auch der Bundeswettbewerb "Heute für Morgen" des Verbands Wohneigentum: In ganz Deutschland erlebte die Jury, dass immer mehr Eigentümer auf den Schutz von Mehrfachverriegelungen, Winkelspionen und nicht zuletzt auf die Macht der wachsamen Nachbarn in den Siedlungen setzen. (Fl)

Förderung beantragen nach oben

Die KfW fördert Einbruchschutzmaßnahmen wie einbruchhemmende Türen und Fenster, Alarmanlagen sowie Beleuchtungs- und Zugangskontrollsysteme schon bereits ab Kosten von 500 Euro. Über die KfW kann ein Zuschuss von 10 Prozent der förderfähigen Kosten für Material und Installation beantragt werden. Die Fördersumme reicht bis maximal 1.500 Euro Zuschuss pro Wohneinheit. Wichtig ist, den Antrag vor Umsetzung der Maßnahmen einzureichen − eine nachträgliche Förderung ist nicht möglich! Ist der Antrag eingereicht, können einige Wochen vergehen, bis dieser geprüft wurde. Der Zuschuss wird dann nach Abschluss der Maßnahmen ausgezahlt.

www.kfw.de/zuschussportal

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