Werkzeuge: Der zuverlässige Assistent: Werkstattwagen
Einleitung
Januar 2026 Es fing – wie so viele meiner HeimwerkerDramen – an einem verregneten Samstag an. Der Himmel grau, die Garage dunkel, und ich stand mittendrin in meinem persönlichen BermudaDreieck: Schraubenschlüssel, Schrauben und persönliche Schimpfwörter verschwanden hier täglich spurlos.

Ich suchte gerade einen 13-er-Ringschlüssel, der sich offensichtlich entschlossen hatte, in ein Paralleluniversum zu fliehen. Während ich knieend unter der Werkbank herumwühlte, fielen mir ein verrosteter Inbusschlüssel, ein längst vergessener Bit und ein Bonbonpapier in die Hände. Der Ringschlüssel? Fehlanzeige. Als ich mir dann auch noch den Kopf an einer lose hängenden Schraubzwinge stieß, beschloss ich: Es ist Zeit für einen Werkstattwagen! Er soll Ordnung schaffen in meinem Werkzeug-Chaos.
Ein paar Stunden später stand ich im Baumarkt – mit großen Erwartungen und beschränktem Budget. Vor mir reihten sich Werkstattwagen auf wie frisch polierte Luxuskarossen in einem Autohaus: rot glänzend, mattschwarz, sogar solche in Carbon-Optik. Eine Verkäuferin bemerkte meinen leicht überforderten Blick. „Kann ich Ihnen helfen?“, fragte sie. „Ja“, antwortete ich. „Ich brauche einen Werkstattwagen. Und vielleicht Nerven aus Stahl.“ Sie grinste: „Ich zeige Ihnen die Unterschiede. Fangen wir bei den Klassikern an.“
Der Stahl-Werkstattwagen – ein Klassiker nach oben

Wir gingen zu einem massiven Werkstattwagen, der vermutlich auch einen mittelgroßen Erdbebenstoß überstehen würde. Stahlblechgehäuse, 50 kg Leergewicht, sieben Schubladen mit kugelgelagerten Vollauszügen. Ich zog eine Schublade heraus – butterweich, gedämpft. „Belastbar bis 35 kg pro Schublade“, erklärte die kundige Verkäuferin. „Staubdicht, abschließbar, pulverbeschichtet.“ Er gefiel mir gut, doch er war zu groß; meine Garage ist so groß wie ein geräumiger Kleiderschrank.
Der Werkstatt-Trolley – modulares System nach oben

Als nächstes zeigte sie mir ein modulares System. Die Basis: eine Rollplatte mit großen Gummireifen. Darauf stapelbare Boxen – klick, klack, klick, jede einzeln abnehmbar. „Das ist was für mobile Heimwerker“, sagte sie. Ich nickte. „Ich arbeite oft überall. Garage, Garten, Keller, Küche, gelegentlich auch im Wohnzimmer.“
Ich hob eine Box hoch, Leicht, robust, mit Einsätzen für Kleinteile. Dann klickte ich sie zurück in die Halterung. Aber: Die Schubladen solcher Systeme waren eher funktional, ohne Vollauszug und Dämpfung, dafür mit viel Plastik. Da könnte schnell mal was zu Bruch gehen.


Der Hybrid – ein charmanter Kompromiss nach oben

Dann zeigte sie mir ein Modell, das sofort mein Interesse weckte: unten drei massive Stahlschubladen, oben Aufnahmen für modulare Boxen. Die perfekte Mischung aus stabil und flexibel. Ich zog die unterste Schublade heraus. Vollauszug, 45 kg Belastung, Anti-Rutsch-Matten, Zentralverriegelung. Oben standen modulare Boxen, die ich per Klick entnehmen konnte. „Perfekt für Leute mit viel Werkzeug, aber wenig Platz“, erklärte mir die Fach-Verkäufern.
Die Entscheidung – und das erste Sortierabenteuer nach oben
Ich entschied mich für den Hybrid – den „Stanley Pro-Stack“. Der ist für mich sicher einsetzbar und extrem wendig, dank der um 360° drehbaren Rollen mit Feststellbremse, bis 100 kg belastbar, beliebig kombinierbar und bei Nichtgebrauch einfach zu verstauen. Nun begann ein Sortierabenteuer. Zuhause entdeckte ich Werkzeuge, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie besaß: doppelte Schraubendreher, fünffache Torx-Bits, einen rostigen Hammer.
Ich verteilte feinsäuberlich: Schraubendreher in Schublade eins, Zangen und Crimpwerkzeuge in Schublade zwei, Hammer, Maulschlüssel, Ratschen und Drehmomentschlüssel in Schublade drei. Die modulare Oberseite füllte ich mit Kleinteilkisten: Schrauben, Dübel, Unterlegscheiben – alles schön sortiert wie im Baumarkt (zumindest für den Moment). Als ich fertig war, sah die Werkstatt zum ersten Mal nach „Profi“ aus. Das Suchen nach Werkzeug dauert nun nicht mehr 20 Minuten, sondern 20 Sekunden. Und das Beste: Der Werkstattwagen rollte so geschmeidig, dass ich ernsthaft überlegte, ihm einen Namen zu geben.

Seitdem steht der Werkstattwagen in meiner Garage. Und ich bin zufrieden damit. Selbst meine Frau sagte: „Sieht ja richtig ordentlich aus hier.“ Was in Heimwerker-Sprache so viel bedeutet wie: „Ich bin stolz auf dich.“ Ich sollte noch erwähnen, dass meine Frau sich ebenfalls eine Werkzeug-Tragelösung besorgt. Ihr gefiel die Strauss „e.s.ambition“-Kollektion. Kompakt in der Form, groß in der Funktion. Werkzeug aufräumen und Werkzeug tragen waren nie lässiger.