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Ziergarten: Niedliche Dauerblüher im Herbst: Stiefmütterchen und Hornveilchen

Einleitung

September 2026 Mit ihren farbstarken und ausdrucksvollen Blüten verschönern Stiefmütterchen und ihre kleineren Verwandten, die Hornveilchen, Beete, Schalen und Balkonkästen. Auch auf Gräbern sind sie ein pflegeleichter und reizvoller Schmuck. Neuere, preisgekrönte Sorten machen sie heute zu wahren Dauerblühern, die selbst im Spätherbst und Winter noch für Farbe sorgen.

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Stiefmütterchen begeistern mit großen Blüten.

Noch nie präsentierten sich Stiefmütterchen, Ministiefmütterchen und Hornveilchen in bezaubernd schönen Farben und so vielseitigen Varianten. Zahlreiche Kreuzungen zwischen den großblütigen Stiefmütterchen (Viola × wittrockiana) mit den kleinblumigen und halbstaudig wachsenden Hornveilchen (Viola × cornuta) haben Übergangsformen geschaffen, die sich für Herbst, Frühjahr und Sommer gleichermaßen eignen. Je nach Saattermin blühen die kompakten Pflanzen beinahe das ganze Jahr über. Selbst eine bunte Blütenpracht im Winter ist mit winterharten Violen kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Ein guter Grund also, sich nun in den Gärtnereien und Gartencentern umzuschauen und den Garten für den Herbst aufzufrischen.

Ausdrucksvolle Blüten: Stiefmütterchen nach oben

Die klassischen Stiefmütterchen begeistern mit ihren besonders großen, mehrere Zentimeter breiten, farbintensiven Blüten.

Romantik ist angesagt bei den nostalgisch gerüschten Orchideen-Stiefmütterchen wie der ‘Orchideenblütigen Mischung’ (von Kiepenkerl) oder der ‘Germania-Mischung’ (von Sperli).

Mit den frechen Katzengesichtern der ‘Cats’-Serie kommt dagegen muntere Stimmung auf. Für Gräber und Staudenbeete passen großblütige ‘Schweizer Riesen’ (zum Beispiel von Quedlinburger) ideal. Garten-Stiefmütterchen sind kompakt im Wuchs und werden meist nur bis zu 15 cm hoch. Damit sind sie ideal für Beete, Beetränder oder zur Bepflanzung von Töpfen und Blumenkästen, wo sie mit ihren teils riesigen, farbenfrohen Blüten einen attraktiven Blickfang bilden.

Üppige Blütenpracht: Hornveilchen nach oben

Hornveilchen haben zwar kleinere, aber dafür eine Vielzahl von Blüten mit herrlicher Zeichnung. Sie sind weniger empfindlich gegen schlechte Witterung und blühen besonders lange, nämlich von März bis zum Spätherbst – und manche Sorten sogar darüber hinaus. Sogar im heißen letzten Sommer haben sich die wunderschön gefärbten Züchtungen der beliebten Hornveilchen in meinem Garten hervorragend als Dauerblüher bewährt. Auf Beeten bieten sie mit ihrer gleichmäßigen, nur 20 cm niedrigen Blütenpracht einen dichten Blütenteppich.

Hornveilchen ‘Helen Mount’
Bunter Mix: ‘Mix a Twix®

Es gibt sie unifarben in intensivem Gelb, Orange, Violett, Blau oder Weiß, oder in tollen Kombinationen, zum Beispiel Weiß-Violett, Orange-Lila oder Gelb-Dunkelblau (etwa die Sorte ‘Helen Mount’ von Kiepenkerl zur Selbstaussaat, deren Blüten auch noch einen feinen Duft ausströmen). Wer es kunterbunt mag, greift am besten zu den fertigen Jungpflanzen der Trio-Serie ‘Mix a Twix’ (von Volmary). Diese enthalten gleich drei zueinander passende Farbkombinationen in einem Topf, und sind damit perfekt für die platzsparende Bepflanzung von stimmungsvollen Herbstschalen oder Balkonkästen geeignet.

Blüten für den Winter: ‘Ice-Babies’ und ‘Ice-Teenies’ nach oben

Verträgt Frost: das ‘Ice Babies®-Trio’

Für die kalte Jahreszeit stehen die Mini-Stiefmütterchen aus der Serie ‘Ice Teenies®’ oder die bezaubernd schönen Hornveilchen aus der Serie ‘Ice Babies®’ (von Volmary) zur Auswahl.

‘Ice Teenies®’ (Viola × wittrockiana) werden nur 15 cm hoch und breiten sich mit ihrem flachen, kissenförmigen Wuchs nach allen Seiten mit enormer Blütenfülle aus.

Die ‘Ice Babies®’ (Viola × cornuta) sind mit ihrem kriechendhängenden Wuchs ideal für die Bepflanzung von Schalen und Balkonkästen. Beide Züchtungen widerstehen dem Frost, öffnen bei Tauwetter immer neue Knospen und nutzen bei geringen Plusgraden jeden Sonnenstrahl zur weiteren Entwicklung. Milde Winter sind für sie ideal, dann können sie so richtig mit all ihren Vorzügen punkten und bedecken die Beete mit einem herrlichen Blütenmeer aus bunten Farben vom Herbst bis in den späten Frühling hinein.

Tipp: Gießen und Düngen ist auch im Winter nötig. Eine gute Nährstoff-Versorgung ist wichtig, denn sie fördert das Wachstum und die Bildung neuer Knospen.

Passende Pflanzpartner nach oben

Stiefmütterchen und Hornveilchen lassen sich wunderbar mit anderen Frühlings-, Sommer- oder Herbstblumen kombinieren. Bewährt haben sie sich zum Beispiel als Unterpflanzung von Tulpen und Hyazinthen oder auf Rosenbeeten, die bis Juni sonst nicht viel zu bieten haben. In Staudenrabatten sorgen sie in Lücken zwischen heranwachsenden Sommer- und Herbststauden für Farbe und Aufmerksamkeit. Ein guter Pflanzabstand dafür ist 20 × 20 cm.

Jetzt für die Bepflanzung von bunten Herbstschalen, -körben oder -kästen eignen sich Chrysanthemen, Alpenveilchen, Eriken oder frostbeständige Blattschmuckpflanzen perfekt. Auf Terrassen und Balkonen lassen sich so robuste, fantasievolle Kombinationen für die zweite Balkonsaison gestalten.

Hornveilchen ‘Ice Babies®Yellow Rose Wing’
Charmant: Hornveilchen ‘Twix®Blue Frost’ und ‘Twix®Lemon’

Pflege und Standort nach oben

Hornveilchen und Stiefmütterchen blühen auch in der Sonne, bleiben an einem kühlen halbschattigen Standort aber meist kompakter und entwickeln oft größere Blüten. Wichtig ist eine gute Nährstoffversorgung, damit Wachstum und Knospenbildung zuverlässig gefördert werden. Ein Langzeitdünger in der Erde oder regelmäßige Flüssigdüngergaben alle zwei Wochen unterstützen die Blühfreude. Der Boden sollte locker, humos und gut durchlässig sein, denn Staunässe vertragen Violen schlecht. Tipp: Schneiden Sie die Pflanzen nach der ersten Blüte etwas zurück. So erhalten Sie einen buschigeren Wuchs und fördern eine zweite, kräftige Blühphase.

Aussaat: Als ideale Aussaatzeit gilt Februar bis August. Jetzt im September sollten Sie lieber auf vorgezogene Jungpflanzen zurückgreifen. Von Februar bis April empfiehlt sich die Aussaat im warmen Zimmer oder Gewächshaus. Am besten nutzen Sie dafür Multitopfplatten, so ersparen Sie sich das spätere Pikieren und die Jungpflanzen können ungestört heranwachsen. Legen Sie drei bis fünf Samen in jedes Töpfchen, und bedecken Sie sie dünn mit Substrat, denn Hornveilchen gehören zu den Dunkelkeimern. Die Aussaaten stellen Sie dann bis zum Auspflanzen – etwa acht Wochen später – an ein helles, aber nicht

in der prallen Sonne liegendes Fenster. Zwischen April und August empfiehlt sich dagegen die Aussaat an einer halbschattigen Stelle direkt im Freiland.

Wichtig: Halten Sie die Keimlinge vor allem in der Anfangszeit gleichmäßig feucht.

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