Grüne Tipps: Grüne Tipps im Januar
Einleitung
Januar 2026 Im Januar liegt der Garten in ruhiger Stille und die Natur scheint in einen tiefen Schlaf gefallen zu sein. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick: Kahle Sträucher und Bäume offenbaren ihre Strukturen, und immergrüne Gehölze setzen dezente Farbakzente im winterlichen Garten. Jetzt ist Zeit, um Pläne für die kommende Saison zu erstellen, Werkzeuge zu prüfen und kleinere Reparaturen vorzunehmen. Den überwinternden Tieren im Garten kann, etwa durch das Auffüllen von Futterstellen oder das Bereitstellen von sicheren Unterschlupfmöglichkeiten, über die kalte Jahreszeit geholfen werden.

Der Winter im Ziergarten nach oben
Immergrüne Pflanzen geben dem Garten Struktur, benötigen in der kalten Jahreszeit jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit: Unter schwerem Schnee können Zweige auseinanderbrechen und Gehölze stark beschädigt werden. Abhilfe schafft die sofortige Beseitigung des Schnees durch vorsichtiges Abschütteln. Immergrüne Laub- und Nadelgehölze leiden bei starkem Frost und Wintersonne schnell unter Frosttrocknis – durch Frost bedingten Wassermangel. Hier helfen Vlies, Tannenzweige oder ein vorsichtiger Gießgang an frostfreien Tagen, um Schäden zu vermeiden.
Im Januar schwanken die Temperaturen meist sehr stark, und es kann ein plötzlicher Wintereinbruch erfolgen. Umso wichtiger ist es, den bestehenden Winterschutz regelmäßig zu überprüfen. Nicht nur empfindliche Stauden, sondern auch Rosen und andere frostempfindliche Gehölze profitieren von einer sorgfältigen Kontrolle. Laub, Reisig oder andere Abdeckmaterialien können verrutschen, durchfeuchten oder an manchen Stellen Lücken bilden, besonders nach Schneefällen oder starkem Wind. Der Boden um die Pflanzen lässt sich durch eine zusätzliche Schicht des natürlichen Abdeckmaterials schützen, sodass empfindliche Wurzeln besser vor strenger Kälte bewahrt werden.
Der Rasen befindet sich jetzt in einer Ruhephase und sollte möglichst nicht betreten werden. Jeder Schritt auf der feuchten Erde verdichtet den Boden und erschwert den Graswurzeln das Wachstum im Frühjahr. Bei Frost ist besondere Vorsicht geboten: Die gefrorenen Halme brechen sehr leicht und können unschöne Kahlstellen hinterlassen. Und: Rasenflächen sind nicht als Lagerplätze für geräumten Schnee geeignet.
Eingelagerte Knollen von Dahlien, Gladiolen und Canna sollten Sie regelmäßig auf Lagerschäden überprüfen. Befallene oder faulende Knollen müssen Sie entfernen, um gesunde Pflanzen zu erhalten. Ein luftiger, kühler und trockener Lagerplatz ist ideal, um Fäulnis vorzubeugen.
Während draußen die Pflanzen ruhen, bietet sich drinnen Zeit, um Ordnung im Geräteschuppen zu schaffen. Gartenscheren, Spaten und andere Werkzeuge können nun gereinigt, geschärft oder repariert werden. Wer sich jetzt darum kümmert, startet im Frühjahr ohne Verzögerung in die neue Saison.
Im Winter benötigen Kübelpflanzen einige Aufmerksamkeit. Das Winterquartier sollte hell, frostfrei und luftig sein, damit pflanzenschädigende Pilze und Insekten keine Chance haben. Einmal im Monat lohnt sich ein Blick auf Blätter und Triebe. Sind vertrocknete, beschädigte Teile oder ein Schädlingsbefall erkennbar, müssen entsprechende Maßnahmen sofort erfolgen. Bei den meisten Kübelpflanzen gilt generell: wenig gießen, Staunässe vermeiden und auf Düngegaben bis zum Frühjahr verzichten.
Zimmerpflanzen haben es in den Wintermonaten oft nicht leicht. Häufig fehlt ihnen Licht und die Luft ist besonders trocken. Dabei sind gelb werdende Blätter nicht automatisch ein Zeichen von Wassermangel – oft steckt ein zu feuchter Wurzelballen dahinter. Besonders bei torffreier Erde ist Vorsicht geboten: Hier trocknet die Erde recht schnell oberflächlich aus. Mit dem Fingertest bis zum zweiten Gelenk lässt sich zuverlässig prüfen, ob die Erde die richtige Feuchtigkeit hat. Unterlässt man diese Kontrolle, drohen schnell Gießschäden und Wurzelfäule.
Pflegemanahmen im Obstgarten nach oben

An Obstbäumen müssen spätestens im Januar hängengebliebene und eingetrocknete Früchte, die sogenannten Fruchtmumien, konsequent entfernt werden. Sie sind häufig Träger von Pilzkrankheiten wie Monilia, die sich im Frühjahr auf neue Blüten und Früchte übertragen können. Die befallenen Früchte, auch auf dem Boden liegende, gehören in den Restmüll, nicht auf den Kompost.
Ein Blick in den Lagerraum empfiehlt sich, um Äpfel und Birnen regelmäßig zu überprüfen. Faulige Früchte müssen sofort aussortiert werden, damit sie die restlichen Vorräte nicht anstecken. Eine gute Belüftung und gleichmäßige Temperatur sind wichtig, um das Obst möglichst lange haltbar zu machen.
Auch Drähte, Stützen und Bindematerialien an Bäumen verdienen Aufmerksamkeit. Sitzen sie zu fest oder reiben stark, kann das zu Verletzungen führen – besser also frühzeitig kontrollieren und gegebenenfalls austauschen.
An frostfreien Tagen kann, wenn nicht bereits im Spätherbst geschehen, eine Bodenanalyse durchgeführt werden. Alle drei bis fünf Jahre an unterschiedlichen Gartenbereichen durchgeführt, gibt sie Aufschluss über pH-Wert, Nährstoffgehalt und Humusanteil. So lässt sich in der kommenden Saison gezielt und umweltschonend düngen.
Für heimische Vogelarten sind die kalten Monate eine Herausforderung. Mit frei hängenden, regelmäßig gereinigten Futterspendern kann man ihnen helfen, sicher durch den Winter zu kommen, ohne dass das Futter verunreinigt wird.
Bereiche im Garten, in denen Tiere den Winter verbringen, sollten möglichst ungestört bleiben. Dazu gehört, diese Plätze nicht zu betreten, nicht umzugraben oder umzuschichten. Viele Kleintiere, Insekten und Igel nutzen Laub- und Reisighaufen oder Totholz als sicheren Unterschlupf. Jede Störung kann die Tiere aus ihrem Lager vertreiben, den Boden verdichten oder sogar die Winterruhe unterbrechen. Wer diese Bereiche in Ruhe lässt, unterstützt die Tiere effektiv dabei, die kalte Jahreszeit gesund zu überstehen.
Planung für den Gemüsegarten nach oben

Im Gemüsegarten können Sie noch einige Kulturen frisch ernten: Pastinaken und Topinambur etwa – wenn der Boden offen ist. Damit dies möglich bleibt, wird der Boden über den Beeten mit einer dicken Laubschicht abgedeckt. Diese schützt den Boden vor dem Durchfrieren und sorgt dafür, dass die Pflanzen jederzeit geerntet werden können, ohne dass der Boden zu hart gefroren ist.
Durch sorgfältige Überprüfung und Pflege lassen sich eingelagertes Gemüse und Wintervorräte gut erhalten. Kohl, Möhren, Rote Bete oder andere Wurzelgemüse, die im Erdkeller, in Kisten oder Sand aufbewahrt werden, müssen regelmäßig auf Fäulnis oder Schimmelbefall überprüft werden. Dabei empfiehlt es sich, die einzelnen Knollen oder Köpfe gründlich anzusehen und bei Bedarf leicht zu drücken, denn weiche oder verfärbte Stellen deuten auf beginnende Fäulnis hin. Solche Exemplare werden sofort entfernt. Eine sorgfältige Kontrolle alle ein bis zwei Wochen sorgt dafür, dass das übrige Gemüse länger haltbar bleibt und die Vorräte den Winter über frisch und genießbar bleiben. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, die Lagerbedingungen zu prüfen: Ist der Lagerraum ausreichend luftig, die Temperatur stabil und die Feuchtigkeit optimal? Gegebenenfalls kann man die Kisten neu sortieren, beschädigte Blätter entfernen oder die Gemüseböden leicht mit Sand oder Sägemehl auffrischen, um das Gemüse noch länger frisch zu halten.
Während draußen Frost herrscht, ist drinnen die Zeit für neue Ideen und Planung. Im Januar können Sie Beetpläne entwerfen und Fruchtfolgen festlegen, um die Bodenqualität langfristig zu erhalten. Eine ausgewogene Abwechslung zwischen Stark-, Mittel- und Schwachzehrern sorgt für gesunde Pflanzen und stabile Erträge.
Auch die Aussaatplanung gehört jetzt auf den Tisch: Welche Kulturen werden vorgezogen, welche direkt ins Beet gesät? Wer vorhandenes oder selbst gewonnenes Saatgut durchgeht, behält den Überblick und kann Fehlendes rechtzeitig nachbestellen.