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Grüne Tipps: Grüne Tipps im März

Einleitung

März 2026 Die Sonne steigt höher und lockt immer mehr Grün aus dem Boden und aus den meist noch kahlen Trieben der Gehölze hervor. Erste Frühblüher stehen in voller Pracht. Manchen Gartenfans juckt es in den Fingern, das Ganze noch zu beschleunigen. Und das ist möglich. So fördert beispielsweise das Entfernen der Mulchschicht von den Beeten deren schnellere Erwärmung. Später, wenn es die Sonne zu gut meint, kann man sie wieder aufbringen, um die Verdunstung einzuschränken. Also lagern Sie den Mulch gern in der Nähe. Wir zeigen, was jetzt im Garten ansteht.

Typische Vertreter mit ersten Blüten im Frühling sind Schneeglöckchen und Lenzrosen.

Unser Ziergarten nach oben

Bei der Arbeit: eine Biene mit gelbem „Pollenhöschen“

Krokusse sind wegen ihrer frühen Blüte für Wild- und Honigbienen eine der ersten Nektar- und Pollenquellen in jeder beginnenden Vegetationsperiode. Wer Platz hat, sollte die sich selbst gut vermehrende Art Crocus tommasinianus, auch Elfenkrokus genannt, verwenden. Sie hat etwas kleinere Blüten als die Krokus-Hybriden (Zuchtformen), blüht dafür aber üppiger, in einem zarten Hellviolett, und von Jahr zu Jahr zahlreicher.

Zu den ersten Frühlingsboten gehören natürlich Schneeglöckchen. Davon gibt es mittlerweile hunderte Sorten, für die Sammler schon mal ein kleines Vermögen ausgeben. So kann eine Zwiebel einer seltenen Varietät 20 bis 2.000 Euro kosten.

Lenzrosen sind auch in schönen Zuchtsorten auf dem Markt. Von schneeweiß über rosa bis dunkelviolett erstrahlen ihre Blüten: einfarbig, gepunktet oder marmoriert, mit gelb-weißen Staubgefäßen oder auch gefüllt blühend. Sie wachsen gut an geschützten, halbschattigen Standorten in humosem, feuchtem Boden. Unter Sträuchern oder am feuchten Gehölzrand fühlen sie sich wohl.

Wunderschön: die roten Kätzchen der Rosa Riesen-Salweide (Salix gracilistyla) ‘Mount Aso’

Die Zierweide der Sorte ‘Mount Aso’ – nach einem Berg in Japan benannt – wartet mit einem abwechslungsreichen Farbspiel im Laufe ihrer Blütezeit auf. Die Knospen zeigen sich rosarot mit hellgrauem Flaum. In der Vollblüte sind orange-grün-gelbe Staubgefäße tongebend und in der Abblüte verändert sich die Kätzchenfarbe in Anthrazitgrau. Schon etwas Besonderes in der Weidenwelt! Über Sommer ist das Gehölz dann unscheinbar, aber im nächsten Frühjahr fällt es wieder auf. Die Weide wächst mit einem Durchmesser von fünf bis sechs Metern. Daher ist in kleineren Gärten unmittelbar nach der Blüte ein Rückschnitt auf ca. ein Drittel der Größe empfehlenswert.

Ein Erlebnis für empfindsame Nasen ist der Duft der Wohlriechenden Winter-Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima). Ihre Blüte beginnt oft schon im Dezember und reicht bis in den April hinein. Ein blühender Zweig in der Vase beduftet ein ganzes Zimmer. Auch für Hummeln ist sie ein attraktives Ziel. Aber nicht nur sie leben von dieser Pflanze – die Raupen von mehr als 25 verschiedenen Schmetterlingsarten (Tag- und Nachtfalter) ernähren sich von den Blättern. Und nicht zuletzt fressen etliche heimische Singvögel gern die Früchte dieses Strauches, dessen Samen auf diese Art ihre natürliche Verbreitung finden.

Unser Gemüse nach oben

Ein Beet mit Gemüsejungpflanzen können Sie gegen möglichen späten Nachtfrost schnell mit Vlies abdecken.

Leichte Sandböden haben jetzt die Nase vorn, denn sie erwärmen sich immer früher als schwerere Böden. So kann der Gemüseanbau auf Sand auch etwas früher starten. Idealerweise ist der Gartenboden gut mit Humus versorgt. Dieser fördert die oberflächliche Bodenbelüftung, speichert Sonnenwärme und bietet so beste Bedingungen für das Keimen und Wachsen der Jungpflanzen. Darüber hinaus wird er später, wenn die Temperaturen steigen und das Bodenleben wieder erwacht, unmittelbar zu Nahrung für die Pflanzen umgebaut.

Ende März dürfen alle Kohlarten ins Freiland ausgesät werden. Saatgut von Wurzelgemüse wie Möhren und Pastinaken kann zusammen mit Radies zur Markierung der Reihen jedoch schon früher in den Boden. Auch Rote Bete kann jetzt schon gesät werden. Haben Sie ein Kalthaus (Gewächshaus ohne Heizung) oder Frühbeet, dürfen Sie sogar noch früher loslegen. Unter Glas und Folie wird es tagsüber schon recht warm, und nachts kühlt der Boden sich nicht mehr so stark ab. Die ersten Radieschen kommen dort schon etwa 14 Tage früher zur Erntereife.

Vorgezogene Jungpflanzen von Kohlrabi, Blumenkohl und Salat dürfen Mitte März auf die endgültigen Beete im Kalthaus und im Freiland. Dabei bitte darauf achten, dass sie nicht tiefer gesetzt werden, als sie im Anzuchtbeet standen. Sie können sonst leicht am Wurzelhals faulen. Mein Tipp: Die Blätter sollen im Wind flattern können.

Für alle Fälle macht es noch Sinn, ein leichtes Gartenvlies in Beetnähe zu platzieren, damit dies bei spätem Nachtfrost schnell über die Setzlinge gelegt werden kann. Tagsüber muss es wieder runter vom Beet. Denken Sie daran, auch das Kalthaus täglich zu lüften! So werden die Jungpflanzen an das Klima im Freien gewöhnt, bleiben vital und wachsen nicht zu schnell. Das würde nämlich zu schwächeren Pflanzen mit weichem Gewebe führen, die leichte Beute für Pilze und Schädlinge wären. Und wer möchte schon gern seine erste Ernte mit den Schaderregern teilen?

Auch die Samen von Puffbohnen, die ein paar Minusgrade vertragen, kommen schon Anfang bis Mitte März in die Erde. Wenn man sie an den Beeträndern von Gemüsearten mit hohem Wärmebedarf (wie Gurken oder Melonen) aussät, bieten Puffbohnen zudem einen guten Windschutz und hegen die empfindlicheren Art ein.

Bis Mitte März sind die – etwas anspruchsvolleren – Schwarzwurzeln zu säen. Sie benötigen einen tiefgründig (40 Zentimeter) gelockerten, humosen Boden, damit sie sich optimal entwickeln. Auch der Reihenabstand darf gern 40 Zentimeter betragen, und das Saatgut in der Reihe soll nur etwa ein Zentimeter stark mit Boden bedeckt und mit etwa sechs Zentimeter Abstand von Korn zu Korn gelegt werden. Ganz wichtig: Saatgut von Schwarzwurzeln muss frisch sein, schon im zweiten Jahr nach der Samenernte keimt es nur noch sehr mäßig. In jedem Fall empfiehlt sich vorab eine Keimprobe auf der Fensterbank.

Steckzwiebeln gehören ebenso zu den Gemüsearten, die jetzt in den Boden kommen. Sie dürfen auf schweren Böden maximal einen Zentimeter tief gesteckt werden, andernfalls entwickeln sie sich zu sogenannten Schossern und liefern kein zufriedenstellendes Ernteergebnis.

Unser Obst nach oben

Nun ist es Zeit, die schlechten Blätter der Erdbeerpflanzen (braun und mit Blattflecken gezeichnet) abzutrennen und aus dem Garten zu schaffen. Sie gehören nicht auf den Kompost, da an ihnen Pilzsporen haften, die junge, gesunde Blätter sehr schnell wieder infizieren. Den Boden sollten Sie dann mit etwa drei Liter Kompost pro Quadratmeter düngen und flach lockern. Dabei wird der Kompost leicht eingearbeitet. Bringt man später eine dünne Strohlage von ca. fünf Zentimeter Stärke auf die Erdoberfläche zwischen den Pflanzen, bleiben die Früchte ohne Bodenkontakt sauber und trocken und für Schimmelpilze schwer zugänglich.

Zum Beginn der neuen Wachstumsperiode benötigen alle Beerensträucher – wie schon die Erdbeeren − Kompostgaben, die immer leicht eingearbeitet werden sollten. Dies gilt ebenso für alle anderen Obstarten, denn der Bedarf an Nährstoffen ist gerade in dieser Zeit hoch.

Kulturheidelbeeren in voller Blüte: Deutlich sichtbar ist, dass die Blüten an den vorjährigen (= einjährigen) Trieben sitzen. Im nächsten Frühjahr muss etwas ausgelichtet werden. Bei den jetzt grünen Trieben kürzt man an die Spitze ein, was die Verzweigung und damit den künftigen Ertrag anregt.

Kulturheidelbeeren wachsen in den ersten Jahren recht langsam, was den Schnittaufwand zunächst in Grenzen hält. Aber nach drei bis vier Jahren sollten Sie die Sträucher sukzessive verjüngen. Auf diese Weise wird erreicht, dass immer wieder junges Fruchtholz wächst, das für stabile Erträge sorgt. Hierzu entfernen Sie jährlich bodennah den ältesten Trieb oder leiten ältere Triebe auf jüngere Seitentriebe ab. Bilden sich zu viele Jungtriebe in einem Jahr, lassen Sie nur die kräftigsten stehen.

Bei Himbeeren bitte erfrorene, kranke sowie abgetragene Triebe bodennah abschneiden. Etwa zehn junge Ruten pro Quadratmeter sind optimal für gut besonnte, hochwertige Früchte.

Der März ist ideal, um neue Obstgehölze zu pflanzen. Die Auswahl im Fachhandel ist groß. Nutzen Sie die Chance und informieren Sie sich, welche Sorten für Ihren Standort besonders geeignet sind und wie diese schmecken. So kommen Sie zu manch wohlschmeckender Frucht, die man im Einzelhandel in der Obstabteilung vergeblich sucht, darunter alte Sorten wie Äpfel wie ‘Gravensteiner’ oder ‘Signe Tillisch’. Ich empfehle sogenannte „Familienbäume“, bei denen mehrere Sorten einer Art auf ein und denselben Stamm veredelt wurden. Auf diese Weise haben Sie von einem Baum mehrmals im Jahr einen Ernteschwerpunkt mit überschaubaren Mengen, also keine „Schwemme“.

Weinreben unbedingt schon zu Monatsbeginn schneiden, da später die Gefahr des sogenannten „Blutens“ besteht. Sollten wegen warmer Witterung doch schon an den abgeschnittenen Triebspitzen Tropfen des aufsteigenden Pflanzensaftes austreten, kann man mit einem Trick abhelfen: Stecken Sie einfach halbierte kleine Kartoffeln als Pfropfen darauf.

Stauden und mediterrane Kräuter nach oben

Durch einen bodennahen Rückschnitt der abgestorbenen Pflanzenteile werden Stauden gute Voraussetzungen zum Austreiben bereitet.

Nun ist auch die Zeit für den Rückschnitt der Stauden. Wenn sich erste grüne Spitzen aus dem Boden schieben, müssen alte, abgestorbene Triebe aus dem Vorjahr bodennah (ca. fünf Zentimeter über dem Boden) zurückgeschnitten werden. Dies trifft auf alle Stauden, Gräser, Farne und eventuell noch vorhandenes Laub von Zwiebelpflanzen zu.

Auch Kräuter, die halbstrauchartig wachsen, wie Oregano, Thymian und Lavendel werden ihrer trockenen Triebspitzen entledigt. Alles noch sichtbare alte, braune Pflanzenmaterial wird abgeräumt. Lagern Sie dies generell gern für ein paar Wochen irgendwo am Rand des Gartens an einer sonniger Stelle zwischen, um darin überwinternden Insekten die Chance zum Auszug zu geben.

Im März ist auch Gelegenheit, zu groß und/oder blühfaul gewordene Stauden durch Teilen zu verjüngen. Dies betrifft besonders die im Sommer und Herbst blühenden Arten wie Astern (Symphyotrichum), Fetthennen (Sedum), Funkien (Hosta) und Sonnenhut (Rudbeckia). Auch Taglilien (Hemerocallis), zahlreiche verschiedene Storchschnabelarten (Geranium), Kugeldisteln (Echinops), Flammenblumen (Phlox) und viele Gräser lassen sich mit einem scharfen Spaten beherzt teilen und auf diese Weise vermehren sowie zu einer wieder üppigeren Blüte anregen.

Stauden, die viel Blattmasse bilden, sind für eine Kompostgabe zum Start in die neue Wachstumssaison dankbar. Will man jedoch eine große Artenvielfalt begünstigen, sollten die Beete besser nicht gedüngt werden, denn auf nährstoffarmen Böden fühlen sich viel mehr Arten zu Hause als auf den fetten. Mit einer Düngung werden durchsetzungsstarke Gewächse gefördert, die wiederum die schwächeren zunehmend verdrängen.

  • Grüne Tipps: Grüne Tipps im Februar